& das Chaos geht weiter...

In dem Moment wo ich das las fragte ich mich was für eine dumme Kuh ich doch war. Wie konnte ich der Meinung sein, ich könnte mich ohne Probleme in den besten Freund meines Freundes verlieben. In dem Moment wusste ich (oder glaubte ich es eher), dass ich die falsche Entscheidung getroffen habe. Durch meine Vernunft, oder eher getrieben durch meine Enttäuschung, machte ich den Fehler und sagte ihm, dass das alles sowieso nie ernst zu nehmen war und dass er sich keine Sorgen zu machen brauche. Im Nachhinein merkte ich dann, dass ich mir diese Aussage hätte verkneifen können. Denn er, anscheinend ebenfalls verletzt (sein männliches Ego jedenfalls sicher), entschied sich alles meinem Freund zu beichten. Obwohl "beichten" in diesem Fall die falsche Wortwahl wäre. Es stellte alles so hin, als ob es nur von mir aus gegangen wäre und er selbst nur "mitgespielt" hätte. So hab ich nun beides verloren. Meine Freund und den Menschen der mich verrückt machte. In dem Moment war für mich allerdings klar für wen ich kämpfen sollte, natürlich für meinen Freund. Und das tat ich auch - mit allen Mitteln!  Auch wenn es über 2 Wochen dauerte ließ er sich schließlich erweichen und nahm mich zu dem Autotreffen mit, wo wir uns damals kennen gelernt hatten. Jedoch war es anders als zuvor. Offensichtlich immer noch enttäuscht begann der Anfang vom Ende. Denn obwohl er meinte es mir verziehen zu haben, konnte er es anscheinend nicht vergessen und behandelte mich deshalb so, als wäre ich Luft. Natürlich verstehen ich ihn, aber ich bin nicht die Einzige in dieser Beziehung die Fehler gemacht hat. Auch ihm hat eine andere schon einmal mehr gefallen als ich und aus Liebe habe ich es ihm verziehen. Seiner Ansicht nach aber, war sein Verhalten gerechtfertigt, meines natürlich überhaupt nicht. Typisch. Immer meint er, er wäre etwas besseres wie ich, immer meint er, er dürfe alles und ich nichts. Und seit diesem Tag geht es nun so. Und nun stehe ich da. Mein Freund behandelt mich nur noch scheiße, aber doch klammere ich mich an unsere gemeinsame Zeit, an die schönen Momente, an die Augenblicke in denen alles vollkommen war. Auf der anderen Seite starre ich oft stundenlang auf mein Handy und hoffe auf eine Nachricht von Marcel, die aber, wenn ich überhaupt eine bekomme, nicht so freundlich ist. Heute hat er Geburtstag. Ich weiß noch wie er mir erzählt hat, dass er die Tage bis zu seinem Geburtstag zählt, weil er heute den Führerschein bekommt. In den letzten Wochen habe ich sie ebenfalls gezählt. Er hat mir versprochen, er würde zu mir fahren, mich besuchen, aber natürlich kam er heute nicht. Wieso sollte er auch? Ich sah ein Foto auf seiner Facebook Seite von ihm und einem Mädchen wie sie in seinem Auto herumfuhren. Nicht nur das tat weh, auch die Tatsache, dass ich und Marcel an diesem Auto geschraubt hatten. Da er KFZ-Techniker lernt, hat er die Angewohnheit alte Autos zu kaufen und sie wieder zu restaurieren. Sein letztes Projekt war ein alter Pontiac Firebird, ein amerikanischer Rennschlitten. Da ich alte Autos liebe, war es ein Traum für mich ihm dabei zu helfen. Eigentlich war ich meist nur Unterhaltung aber ab und zu durfte, oder besser gesagt musste ich ihm dabei helfen kleine verwinkelte Stellen zu erreichen, was mit meinen Fingern einfacher war als mit seinen. Jedenfalls, ist es ein blödes Gefühl zu wissen, dass er mich nicht nur als Person ersetzt hat. Er hat auch einfach jemand anderen in unsere gemeinsame Erinnerung gelassen. Es ist zwar nur ein Auto, aber es ist etwas was wir gemeinsam gemacht haben. WIR und nicht sie. ICH würde gern neben ihm in diesem Auto sitzen und ICH wäre gerne die, die er anlächelt wenn er sie sieht. Und jetzt weiß ICH auch, dass es nicht nur eine Schwärmerei war...

4.6.14 17:43

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